In den kommenden fünf Jahren werden Wasser und Energie für WECH zu den entscheidenden Stellhebeln, wenn es darum geht, den Betrieb zukunftssicher, wirtschaftlich und verantwortungsvoll zu führen. Dabei rückt Wasser als zentrale Ressource besonders in den Fokus: nicht nur, weil Wasser für viele betriebliche Abläufe unverzichtbar ist, sondern auch, weil sich die Verfügbarkeit in Europa zunehmend saisonal zuspitzt. Gerade die letzten Jahre zeigen, dass Wasserknappheit längst kein reines „Südeuropa-Thema“ mehr ist, sondern sich in immer mehr Regionen in Trockenperioden bemerkbar macht – mit Auswirkungen auf Versorgungssicherheit, Kosten und Planbarkeit.
Wasser wird bei WECH jedoch nicht nur als „mitzubeobachtende“ Ressource verstanden, sondern als eigener Schwerpunkt. Denn während Energie in vielen Fällen über technische Optimierung und Prozesssteuerung gut beeinflusst werden kann, ist Wasser stärker von regionalen Rahmenbedingungen abhängig – und genau deshalb ist vorausschauendes Handeln so wichtig. Der betriebliche Umgang mit Wasser wird sich in den kommenden Jahren spürbar verändern: Weg von der impliziten Annahme, dass Wasser jederzeit in gleichbleibender Menge und Qualität verfügbar ist, hin zu einem aktiven Management von Verbrauch, Verlusten und Alternativen. In der Praxis bedeutet das, dass WECH Wasserverbräuche zunehmend so behandeln wird, wie es bei Energie längst Standard ist: messen, verstehen, steuern, reduzieren und dokumentieren. Wo Wasser eingesetzt wird – etwa in Reinigung, Sanitär, Kühlung oder spezifischen Prozessschritten – sollen klare Verbrauchsbilder entstehen. Daraus lassen sich gezielte Maßnahmen ableiten, die sowohl Effizienz als auch Betriebssicherheit erhöhen, zum Beispiel durch das Erkennen ungewöhnlicher Grundlasten (Hinweis auf Leckagen), optimierte Reinigungsprozesse oder – wo technisch und hygienisch sinnvoll – durch Kreislauf- und Wiederverwendungslösungen.
Ein wesentlicher Bestandteil dieses Weges ist das laufend geführte Nachhaltigkeitsprotokoll. WECH versteht Nachhaltigkeit ausdrücklich nicht als Sammlung einzelner Maßnahmen, sondern als fortlaufende Verantwortung und als strukturierten Prozess. Das Protokoll macht Fortschritte sichtbar, schafft Nachvollziehbarkeit und sorgt dafür, dass Ziele nicht im Alltag verschwinden. Es dokumentiert nicht nur, was getan wird, sondern ermöglicht auch, Wirksamkeit zu überprüfen: Welche Maßnahme reduziert tatsächlich Strom, Gas oder Wasser – und in welchem Ausmaß? Welche Effekte sind saisonal bedingt, welche dauerhaft? Wo müssen Ziele nachgeschärft werden? Diese kontinuierliche Perspektive ist entscheidend, weil sowohl Wasser- als auch Energiefragen in Zukunft weniger durch Einzelentscheidungen gelöst werden, sondern durch konsequentes Management über Jahre hinweg.
Damit geht WECH bewusst und strukturiert in eine Phase, in der Ressourcenmanagement zum integralen Bestandteil der Unternehmensführung wird. Wasser als zentrale Ressource und die gezielte Reduktion des Energieverbrauchs im Strom- und Gasbereich stehen im Mittelpunkt, nicht als kurzfristige Initiative, sondern als langfristiger Kurs. Nachhaltigkeit bedeutet bei WECH damit Verantwortung für die Zukunft – und diese Verantwortung wird in den nächsten fünf Jahren vor allem dort sichtbar werden, wo sie messbar ist: im Umgang mit Wasser und Energie.